Am 27. März 2014 veranstaltete der FDP Ortsverband Isselburg eine Veranstaltung, um sich und die Bürger über den Breitbandausbau im Stadtgebiet zu informieren. Zu Gast waren Mirko Tanjsek von der BORnet GmbH und Markus Munkenbeck von Vodafone Deutschland.

 „Schnelles Internet stellt einen Standortfaktor dar. Unternehmen wie Privathaushalte sind zunehmend im Internet unterwegs – die Datenmengen steigen stetig an. Isselburg muss mit den umliegenden Kommunen mithalten können,“ sagte der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Kevin Schneider zu den rund 20 Gästen.

 Sehr schnell entwickelte sich eine Diskussion, welche Vorteile eine Glasfaseranbindung gegenüber drahtlosen Kommunikationswegen wie LTE denn habe.

 „Das Glasfasernetz ist kein geteiltes Netz. Wer einen Anschluss hat, der nutzt seine eigene Leitung dafür. Außerdem bietet ein Glasfaseranschluss eine symmetrische Datenübertragung. Das heißt, Sie können nicht nur mit 100 MBit je Sekunde Daten herunterladen, sondern sie in der gleichen Geschwindigkeit auch hochladen,“ sagte BORnet-Referent Mirko Tanjsek.

 UMTS-Ausbau für Anholt möglich – LTE derzeit nicht geplant

Die Erwartungen dämpfen musste dagegen Vodafone-Referent Markus Munkenbeck: „Aufgrund der Grenze und der strengen Regulierung wird es auf absehbare Zeit im Ortsteil Anholt keine LTE-Anbindung geben.“ Möglich wäre allenfalls ein UMTS-Ausbau, doch auch der sei noch nicht geplant.

Für Schneider waren diese Aussagen noch zu unkonkret: „Wir werden nun politisch Druck ausüben, damit in Anholt möglichst bald eine UMTS-Verbindung verfügbar ist.“

Insgesamt ziehen die Isselburger Liberalen ein positives Fazit von der Veranstaltung. „Wir haben viele neue Erkenntnisse gewonnen. Die Politik muss nun zusammen mit der Verwaltung dafür sorgen, dass es bald eine neue Nachfragebündelung für eine Glasfaser-Anbindung gibt. Ich bin sicher, dass es diesmal klappt,“ so FDP-Vorstandsmitglied Andreas Böggering.