Nachdem die Stadtverwaltung angekündigt hat, Gelbe Säcke künftig ausschließlich selbst an die Bürgerinnen und Bürger herauszugeben, kritisiert die Isselburger FDP-Fraktion dieses Vorgehen.

„Isselburg braucht mehr Bürgerfreundlichkeit. Gelbe Säcke künftig nur noch von der Stadtverwaltung selbst zu erhalten, halten wir für den falschen Weg. Allein die Öffnungszeiten der Stadtverwaltung sind dafür schon zu unattraktiv,“ so Fraktionschef Kevin Schneider.

Darüber hinaus führe die Herausgabe von Gelben Säcken zu neuen Aufgaben in der Stadtverwaltung: „An mehreren Verwaltungsstandorten müssen sich städtische Mitarbeiter mit den Gelben Säcken beschäftigen. Unser Ziel von einer schlanken und effizient arbeitenden Stadtverwaltung erreichen wir mit dieser Maßnahme nicht,“ so Schneider weiter.

Die Liberalen wollen weiterhin die Ausgabe der Gelben Säcke über den örtlichen Einzelhandel regeln. So müsse mit den jeweiligen Geschäftsinhabern einmalig abgesprochen werden, wie viele Rollen Gelber Säcke pro Person herausgegeben werden dürfen – damit habe ein städtischer Mitarbeiter einmal Aufwand. Und auch die Geschäftsinhaber können profitieren: "Wer für Gelbe Säcke in ein Geschäft geht, kommt oft mit ein Paar Einkäufen zusätzlich heraus. Das ist wie bei IKEA," argumentiert Schneider.

Eine Ausnahme möchte die FDP-Fraktion jedoch zulassen: „Es ergibt Sinn, im Bürgerbüro immer einige Rollen Gelber Säcke bereitzuhalten. Besonders bei Neueinbürgerungen können dann schon Rollen mitgegeben und auf das Isselburger System hingewiesen werden,“ so Schneider.