Die Isselburger Politik diskutiert gegenwärtig kräftig über den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für den Löschzug Isselburg. Konsens über alle Parteien hinweg ist, dass es ein neues, größeres Gerätehaus geben muss. Beim Standort vertritt die FDP dagegen eine andere Ansicht.

„Die Begutachtung des Standortes an der Reeser Straße hat ergeben, dass sich der Untergrund nur schwer zu bebauen lässt. Es wird ganz sicher hunderttausende Euro mehr kosten, als ein Bau neben der DRK-Rettungswache am Stromberg. Da sich Bedingungen geändert haben, wie zum Beispiel die aufgehobene Zone 20 auf der Minervastraße, muss auch der Standort Stromberg erneut untersucht werden,“ argumentiert der FDP-Fraktionsvize Andreas Böggering.

Indes haben sich CDU und Grüne bereits auf den Standort Reeser Straße festgelegt, von dem nur im äußersten Notfall abgewichen werden solle. Böggering kritisiert dies als verantwortungslos gegenüber allen Steuerzahlern in Isselburg: „schließlich wollen wir einen feuerwehrtaktisch möglichen und zugleich günstigen Standort haben. Ein weiteres Millionen-Grab kann sich unsere Stadt nicht leisten – die Kläranlage reicht für die nächsten Jahrzehnte erst einmal!“

Der Standort Reeser Straße sei zudem auch nicht ganz ungefährlich: Durch eine Grundwasserabsenkung um circa vier Meter bestehe die Gefahr, dass die Häuser an der Urgrabenstraße erheblich beschädigt werden. „Das vorhandene Bau-Risiko ist für Isselburg zu groß. Träfen die Schäden tatsächlich ein, müsste die Stadt wohl Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen Euro Schadenersatz zahlen. Das können wir uns keinesfalls leisten,“ meint der FDP-Fraktionsvorsitzende Kevin Schneider. Und weiter: „Außerdem kann am Stromberg sofort gebaut werden – das Grundstück gehört der Stadt, das Baurecht besteht, der Hochwasserschutz ist nicht tangiert; Probleme, die nur an der Reeser Straße auftauchen.“

Eine nächste Entscheidung in der Sache wird es voraussichtlich in der kommenden Ratssitzung geben – sie findet am 26. November 2014 statt.