Die Freien Demokraten in Isselburg wollen den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen im Stadtgebiet stoppen. Dazu beantragen sie jetzt im Rat den Stopp der Planungen.

„Wir sehen gegenwärtig den massiven Ausbau der Windkraft auf dem Gebiet der Stadt Rees. Die Anlagen dort prägen nunmehr gerade für den Ortsteil Heelden die Landschaft. Ein weiterer Ausbau zu Lasten der Anwohner und des Landschaftsschutzes wollen wir nicht“, erklärt FDP-Fraktionschef Kevin Schneider.

Grund für die Einstellung der Planung ist auch die von der neuen Landesregierung geplante Einführung einer Mindestabstandsregelung zu Wohngebieten von 1.500 Metern. Nachdem Rot-Grün in den vergangenen Jahren nämlich einen unkoordinierten Ausbau zu Lasten der Anwohner und der Belange des Landschaftsschutzes forciert hat, wollen wir den Windenergieausbau wieder in geordnete Bahnen lenken. Allein im Jahr 2016 wurden für rund 500 Windräder Genehmigungen erteilt. Das entspricht einer Erhöhung der Leistung des nordrhein-westfälischen Anlagenbestands um knapp 30 Prozent binnen eines Jahres. Gleichzeitig kann der notwendige Ausbau der Stromnetze mit dieser Entwicklung häufig nicht Schritt halten. Ohne Änderungen würde dies zunehmend dazu führen, dass erzeugter Windstrom nicht zum Verbraucher gelangen kann, von diesem gleichwohl aber vergütet werden müsste.
Dieser planlose Ausbau der Windenergie, über die Köpfe der Menschen hinweg, ist in weiten Teilen des Landes auf zunehmende Vorbehalte gestoßen. Um die Akzeptanz für den weiteren Ausbau der Windenergie zu erhalten, haben CDU und FDP vereinbart, dass der Anwohnerschutz unter Berücksichtigung von Rechtssicherheit und Vertrauensschutz wieder einen höheren Stellenwert erhält.

„Aktuell plant die Stadt Isselburg mit Abständen zur Einzelbebauung von 300 bis 500 Metern. Ein Abstand von 1.500 Metern lässt sich in Isselburg nicht mehr realisieren. Deshalb soll die Erweiterung der Windkraftkonzentrationszone gestoppt werden“, so Schneider weiter.

Die entscheidende Ratssitzung findet am 30. August statt und ist für jedermann öffentlich.